
Was versteht man unter einer Automatikuhr?
Unter dem Begriff
Automatikuhr (Automatic Uhr)
versteht man eine mechanische Armbanduhr, bei der die
Feder durch Armbewegungen des Trägers mittels eines Rotor in kleinen Schritten
aufgezogen wird.
Automatikuhren sind recht
einfach zu handhaben, denn die immer gleichmäßig gespannte Feder führt zu
einem erheblich gleichmäßigeren Lauf, als der bei Handaufzugsuhren. Durch ihre
Einführung wurde damit einen großen Fortschritt bei der Minimierung der
Gangabweichung erzielt.
Bei den meisten
Automatikuhren ist es
möglich, diese auch mit der Krone aufzuziehen.
Der einfache Handaufzug über die Krone machte es den recht teureren
Automatiktaschenuhren zunächst sehr schwer, sich
gegenüber diesen durchzusetzen. Im Jahr 1922 schuf die
französische Firma Leroy die ersten Armbanduhr mit Automatikwerk, welche
jedoch durch eine Pendelschwungmasse angetrieben wurde.
Als erste funktionsfähige Automatikuhr mit Rotor gilt die
Rolex Oyster Perpetual von 1931. Dieses
Prinzip wurde weltweit für die Firma 1932 patentiert.
Die Zeitdauer, in der das vollständig aufgezogene Uhrwerk noch läuft, nachdem
die Uhr das letzte Mal bewegt wurde, wird als Gangreserve oder Gangautonomie
bezeichnet. Sie ist je nach Werk unterschiedlich und beträgt zumeist etwa 30 bis
60 Stunden, in Kombination mit mehreren Federhäusern sogar bis zu zehn Tagen.
Für die Liebhaber und Sammler von
Automatikuhren werden elektrische
Uhrenbeweger angeboten, die das Werk stets
in Bewegung halten. Mit Hilfe dieser
bleiben die Uhren nicht stehen, auch wenn sie gerade nicht getragen
werden. Diese Geräte sind äußerst sinnvoll, denn sie verhindern eine
Verdickung des Öles in der Uhr und damit das Abreißen der Schmierschicht.
Beides kommt wiederum der Langlebigkeit und
Ganggenauigkeit der Uhr zugute, da eine Revision und Wartung je nach Hersteller
recht teuer werden kann.
Quelle:
WIKIPEDIA