
Was versteht man unter einer Militäruhr?
Militäruhren sind
sehr präzise Zeitmesser, deren wichtigste Funktion es ist, die Zeit
über einen langen Zeitraum exakt anzugeben und dabei sehr
hohen Belastungen standzuhalten. Eine klare Abgrenzung zwischen der
Einsatzuhr und der
Fliegeruhr besteht nicht. Die
Pilotenuhr besitzt
jedoch meistens mehr Funktionen, als die klassische Militäruhr. Einen
besonderen Stellenwert nimmt jedoch die
Taucheruhr ein, auf die
wir nochmals im letzten Abschnitt eingehen.
Die Militäruhren wurden bis zum zweiten Weltkrieg überwiegend
von Offizieren der westlichen Armeen getragen. Diese Uhren waren sehr teuer,
da sie sehr präzise sein mussten und an sie hohe
Anforderungen gestellt wurden. Doch schon bald gehörte die Militäruhr zur
Standardausrüstung eines jeden Offiziers. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges
setzten sich diesen Uhren auch in der Zivilgesellschaft durch
und wurden auch bei vielfältigen sportlichen Aktivitäten getragen.
Die Militär- und
Fliegeruhren hatten meist lange und stabile Lederbänder
(wurden heute teilweise von Neoprenarmbändern ersetzt) und ein großes
Ziffernblatt, dass die Piloten auch während eines
Einsatzes problemlos die Uhrzeit ablesen konnten. Oft wurden die Militäruhren
an den Oberschenkeln befestigt, was ein müheloses Ablesen gewährleistete. Des
Weiteren mussten die Militäruhren wasserdicht und abgeschirmt sein, damit
Offiziere der Marine die
Militäruhr auch
problemlos einsetzen konnten.
Zusammenfassend sei gesagt, dass die Militäruhren eine hohe Präzision und
Stoßfestigkeit aufweisen. Sie besitzen meistens ein
dunkles Zifferblatt und helle, leicht erkennbare Zahlen und Zeiger. In der
heutigen Zeit sind diese Uhren sehr oft mit selbst leuchtenden
H3- Leuchtelementen bestückt, so
dass ein Ablesen der Zeit auch im Dunklen sehr einfach möglich ist. Die
Gehäuse sind aus Edelstahl und Titan gefertigt.
Die
Taucheruhren vereinen
alle Vorteile der Militäruhren mit
einer hohen Wasserdichtheit (bis 200 m Wassertiefe und mehr)
sowie der Druckfestigkeit. Sie dient zur exakten
Messung der Tauchzeit und ist mit einem einseitig, linksherum beweglichen Ring
(Lünette) um das Zifferblatt ausgestattet, womit man die Startzeit des
Tauchgangs markieren kann.
Da in der heutigen Zeit fast immer der Tauchcomputer eingesetzt wird,
ist die klassische Taucheruhr heute eher ein modisches Accessoire und
Luxusobjekt und wird zum Tauchen kaum noch benötigt.
Quelle:
WIKIPEDIA